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[6 Mrz 2011 | Keine Kommentare | 748 Leser]
In Schwachhausen passiert Kultur

Inge Müller, Christa Reinig und Helga M. Novak, Angehörige der sogenannten Flakhelferinnen- bzw. Kriegskinder-Generation, schrieben in den 50er und frühen 60er Jahren in der DDR Gedichte, Romane, Hörspiele und Dramen. Diejenigen, denen heute ihre Namen und Werke bekannt sind, schätzen sie u. a. als Lyrikerinnen von hohem Rang.

Gleichwohl hatten sie niemals eine Chance, Lyrikerinnen der DDR zu werden: Christa Reinig erhielt bereits 1950 Publikationsverbot, Inge Müller schied 1966 freiwillig aus dem Leben, und im selben Jahr – zehn Jahre vor Wolf Biermann – wurde Helga M. Novak ausgebürgert. Trotz ihrer schwierigen, ja verhindernden Lebens- und Arbeitsumstände errangen diese Autorinnen literarische Preise: Inge Müller erhielt 1959 zusammen mit ihrem Mann, dem Dramatiker Heiner Müller, den Heinrich-Mann-Preis, u.a. erhielten Christa Reinig 1964 und Helga M. Novak 1968 den Literaturpreis der Stadt Bremen.