Soziale Bedeutung der Energiewende nicht vergessen

Diskussion mit Matthias Groote, MdEP zum Thema Energie in Schwachhausen

„Bei der Weichenstellung für die Energiewende dürfen wir nicht vergessen, dass Strom und Gas für alle Bürgerinnen und Bürger bezahlbar bleiben müssen. Wir als SPD sollten vielleicht auch über Sozialtarife im Energiebereich nachdenken,“ sagte der SPD-Europaabgeordnete Matthias Groote bei seinem Besuch in Schwachhausen.

Der Ortsvereinsvorsitzende Rainer Hamann hatte in Zusammenarbeit mit dem sozialdemokratischen Wissenschaftsforum Bremen zur Diskussion über „Sichere und fortschrittliche Energieversorgung hier und in Europa“ eingeladen. Matthias Groote, stellvertretendes Mitglied sowohl im Umweltausschuss wie auch im Industrie- und Energieausschuss berichtete von aktuellen Entwicklungen, die in Brüssel und Straßburg auf der Tagesordnung standen.

„Wir müssen aufpassen, dass aus den angekündigten Stresstests für europäische Kernkraftwerke keine Relaxtests werden,“ erklärte der Abgeordnete. „Alle Fraktionen im Parlament unterstützen Energiekommissar Oettinger in seiner Forderung nach strengen Überprüfungen, jetzt müssen auch die Mitgliedstaaten mitziehen.“

In der weiteren Diskussion betonte Matthias Groote die Bedeutung der kleinteiligen Netze für die Zukunft der Erneuerbaren Energien. „Intelligente Netze und dezentrale Energieerzeugung sind zwei Seiten derselben Medaille. Um den Durchbruch für die Erneuerbaren zu schaffen, brauchen wir unbedingt mehr Speicherkapazitäten – hier sollten wir auch den Beitrag der Elektromobilität nicht unterschätzen,“ so Matthias Groote. Anschließend kam noch ein möglicher Fachkräftemangel für die Umsetzung der Energiewende zur Sprache.

Matthias Groote forderte die lokalen Politiker auf, sich für mehr Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten vor Ort einzusetzen. „Die Energiewende wird nicht nur unsere Energieerzeugung sicherer machen und den Klimawandel verlangsamen, sondern auch Arbeitsplätze und Wertschöpfung vor Ort schaffen,“ sagte der Abgeordnete abschließend.

„In Bremen wird eine Menge getan, gerade im Bereich Elektomobilität“, so Rainer Hamann. „Bei allen Entscheidungen ist das Dreieck Ökonomie, Ökologie und – für uns Sozialdemokraten besonders wichtig – die sozialen Folgen zu beachten.“

„Der Trend geht zur dezentralen Energieerzeugung“, so Stefan Pastoor, Leiter des Arbeitskreises Energie der SPD Bremen Stadt, „eine moderne Versorgung benötigt allerdings intelligente Netze, hier muss zukünftig investiert werden.“

Rainer Hamann (OV Vorsitzender), Matthias Groote, Dagmar Burgdorf (Wissenschaftsforum der SPD)

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