Energiewende frühzeitig vermitteln – Kleinwindanlagen für Schulen

Pressemitteilung der Beiratsfraktion Schwachhausen

Der Strom kommt zwar aus der Steckdose, wird aber nicht in ihr erzeugt. Das wissen längst nicht alle Schüler. Wer die Energiewende will, muss Alternativen aufzeigen und in der Praxis Erfahrungen mit erneuerbaren Energien vermitteln.

Als anschaulicher Einstieg in die Problematik bieten sich Kleinwindanlagen an. Stefan Pastoor (SPD): „Um Schüler frühzeitig mit den wissenschaftlichen Aspekten der Technologie Windkraft vertraut zu machen, könnten Schulen mit Hilfe von funktionsfähigen Kleinwindanlagen lehren“. Die SPD-Fraktion im Beirat Schwachhausen regt daher an, die Schwachhauser Schulen bei Bedarf mit Kleinwindanlagen auszustatten.

In Zusammenarbeit mit den Schulleitungen und den Fachlehrern könnten für Schulen jeweils Kleinwindanlagen beschafft und praktisch betrieben werden. Da die Schulen diese Investitionen sicher nicht komplett aus eigenen Mitteln bestreiten können, sollte der Einsatz von Globalmittel nicht ausgeschlossen werden. Stefan Pastoor (SPD): „Es ist damit zu rechnen, dass die Umsetzung solcher Projekte mehrere Jahre in Anspruch nimmt. Dieser Zeitraum könnte verkürzt werden, wenn sich dafür Sponsoren finden ließen“.

Bremen und Bremerhaven sind für die künftig stark wachsende Nutzung der Windkraft, insbesondere der „offshore-Windkraft“, gut gerüstet. Die Schulen sollten rechtzeitig in die Vermittlung der Technologien für erneuerbare Energien einbezogen werden. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und damit eine vordringliche Aufgabe der Politik, diese Thematik den nachwachsenden Generationen zu vermitteln.

Kleinwindanlage auf einem Dach

Durch Praxisnähe, wenn zum Beispiel eine funktionsfähige Klein-Windanlage von Schülern durchgehend betrieben wird und Strom erzeugt, lässt sich anschaulicher Wissen vermitteln als nur durch theoretische Modellbetrachtungen.

Kleinwindanlagen im Bereich von etwa 0,5 kW kosten in der Anschaffung rund 1900 EUR pro Anlage. Stefan Pastoor (SPD): „Durch die ständig verbesserte industrielle Fertigung bleiben die Anschaffungskosten im Rahmen und werden sich sicher verringern. Die Genehmigungspraxis von derart kleinen Anlagen scheint offensichtlich problemlos zu sein.“
Der Senat hat sich in einer Antwort auf eine kleine Anfrage im Jahre 2011 mit den Rahmenbedingungen für Klein-Windanlagen befasst und sieht die Potentiale von Kleinwindkraftanlagen positiv. Bei der Aufstellung müssen allerdings Lärmemissionen und Schattenwurf beachtet werden. Die Deputation für Bau/Umwelt/Energie wird das Thema begleiten.“, so Rainer Hamann (SPD), Mitglied der Deputation.

Bremen, Dezember 2012

Stefan Pastoor
SPD Fraktion im Beirat Bremen-Schwachhausen

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