Informationen aus dem Ressort Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz

Keine belasteten Eier in Läden und auf Märkten im Land Bremen

Der Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz und Veterinärdienst des Landes Bremen hat die großen Handelsketten überprüft. Bei den Kontrollen sind keine Chargen der belasteten Eier mehr vorgefunden worden. Einige der Handelsketten haben alle Eier niederländischer Herkunft vom Markt genommen. Darüber hinaus wurden die großen Wochenmärkte kontrolliert. Auch hier wurde die Herkunft der vorgefundenen Waren ermittelt und keine betroffenen Chargen gefunden.

Der einzige Eierhersteller im Land Bremen wurde überprüft – hier kann ebenfalls Entwarnung gegeben werden. Im Land Bremen steht keine Eierpackstation und nur einige Vertriebslager von Handelsketten – durch die auch das Umland beliefert wird. Auch hier wurden keine der betroffenen Chargen mehr vorgefunden.

Senatorin Quante-Brandt: „Bei den Kontrollen im Land Bremen sind keine der belasteten Eierchargen mehr vorgefunden wurden. Zurzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass auch Geflügelfleisch betroffen sein könnte – aber auch hier müssen Stichproben untersucht werden. Ebenso bei Lebensmitteln, in denen Eier weiterverarbeitet werden. Es ist klar, dass die Staatsanwaltschaften nun den kriminellen Machenschaften auf den Grund zu gehen haben. Eine Kennzeichnungspflicht für verarbeitete Eier – insbesondere Trockenei und Flüssigeiprodukte – halte ich für dringend geboten. Auch sollte Fipronil schnellstmöglich in das bundesweite Rückstandsmonitoring für Lebensmittelkontrollen aufgenommen werden.“

Informatica Feminale wird 20 Jahre alt

Die Informatica Feminale wird 20 Jahre alt. Abiturientinnen, Studentinnen aller Hochschularten und Fächer sowie an Weiterbildung interessierte Frauen aus aller Welt nutzen Jahr für Jahr das Angebot der Universität Bremen. Zur Jubiläums-Informatica 2017 waren rund 50 Teilnehmerinnen gekommen. Auf der diesjährigen Eröffnungsveranstaltung lobte Senatorin Eva Quante-Brandt das erfolgreiche Projekt.

„Die Informatica Feminale ist seit ihrer Gründung ein erfolgreiches Projekt von Frauen für Frauen“, lobte Wissenschaftssenatorin Professorin Eva Quante-Brandt in ihren Grußworten zum 20-jährigen Bestehen des Sommerstudiums an der Universität Bremen. Mehr als 50 Teilnehmerinnen, Dozentinnen und Mitbegründerinnen waren ins Mehrzweckhochhaus auf den Campus gekommen, um zwei Jahrzehnte dieses besonderen Informatikstudiums zu feiern.

„Rollenvorbilder schaffen“

Wie konstant die Anziehungskraft des Angebotes sei, dokumentiere die Zahl von jährlich mehr als 200 Teilnehmerinnen, so Quante-Brandt weiter. Informatik als biographische Entscheidung helfe, Rollenvorbilder für den MINT-Bereich zu schaffen. Noch immer studierten zu wenige Frauen dieses Fach. Bundesweit gebe es nur 20 Prozent Studierende in diesem Bereich. „An der Universität Bremen waren es vor zehn Jahren 10,7 Prozent Frauen, die sich für ein Informatikstudium entschieden, heute sind es immerhin 20 Prozent“, rechnete die Senatorin vor. „Da ist noch Luft nach oben.“ Sie dankte dem Organisationsteam und den Dozentinnen für „die Kultur des Aktivierens und Ermutigens.“ Eine wichtige Frage sei auch für sie persönlich, wie man in den Strukturen von Wissenschaft Geschlechtergerechtigkeit erzeugen könne.

220 Frauen aus 12 Ländern

Mit Blick in den überwiegend weiblich gefüllten Saal gestand Rektor Professor Bernd Scholz-Reiter: „Heute bekomme ich zum ersten Mal eine vage Vorstellung davon, wie man sich als Frau in einer Maschinenbauvorlesung fühlt“ und hatte damit die Lacher auf seiner Seite. In diesem Jahr seien 220 Frauen aus 12 Ländern an die Universität Bremen gekommen. „Gesellschaftliche Verantwortung ist uns wichtig und wir setzen uns für Geschlechtergerechtigkeit ein“, betonte der Unirektor. Ein Indiz sei der Erfolg im Professorinnenprogramm des Bundes. Im Bundesdurchschnitt seien 24 Prozent der Professoren weiblich, in Bremen immerhin 29 Prozent. „Wir sind stolz auf die Informatica Feminale, wissen aber auch, dass es noch viel zu tun gibt“, so Scholz-Reiter.

Dank an Unterstützer

Im Mittelpunkt des Festakts stand vor allem eine Frau: Veronika Oechtering, wissenschaftliche Leiterin des Kompetenzzentrums Frauen in Naturwissenschaft und Technik und Gründerin des Sommerstudiums. Nachdem die Senatorin und der Rektor ihre Arbeit gewürdigt hatten, dankte sie ihrerseits den Mitgründerinnen der Informatica Feminale. Einen besonderen Applaus erhielt Hans-Jörg Kreowski. Er sei vor 20 Jahren Sprecher im Fachbereich Mathematik/Informatik gewesen und habe sie engagiert gefördert, so Oechtering. Herausragend und unverzichtbar sei auch die Unterstützung der studentischen Mitarbeiterinnen, vom Team des Kompetenzzentrums, des Fachbereichs mit Technik und Verwaltung, des Veranstaltungsbüros, des Finanzdezernats, der Poststelle und des Pförtners. „Ohne ihn kämen wir hier am Wochenende nicht rein.“ Veronika Oechtering endete mit einer besonders schönen Geburtstagsgeschichte. Teilnehmerin Hiba Oueslati aus Nordafrika sei genau so alt wie die Veranstaltung. „Zu ihrem Geburtstag hat sie von ihren Eltern in Tunesien eine Reise nach Bremen geschenkt bekommen, um an der Informatica Feminale teilnehmen zu können.“

Wer Blut spendet, rettet Leben

Gemeinsame Aktion der drei Senatsressorts Umwelt, Bau und Verkehr, Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz und Wissenschaft sowie Finanzen im Siemenshochhaus. Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt hatte gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Blutspenden eingeladen. Im Siemenshochhaus bauten die Temas des DRK-Blutspendedienstes mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern die Stühle auf, auf denen die Spendewilligen Blut spenden konnten. Zusätzlich gab es auch einen kostenlosen Gesundheitscheck und auch eine Stärkung am Buffet. Mit der Resonanz konnte man zufrieden sein. In ungefähr zweieinhalb Stunden beteiligten sich als 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

„Ein kleiner Piks, eine Stunde Zeitaufwand – und einem verletzten Kind oder einem schwer kranken Erwachsenen kann wirksam geholfen werden“, sagte Staatsrat Gerd-Rüdiger Kück zum Auftakt der Aktion. Der Bedarf an Blutspenden in Deutschland ist groß. Täglich werden in ganz Deutschland gut 15.000 Blutspenden benötigt. Blut ist immer noch das wichtigste Notfallmedikament, Spenderblut wird während vieler Operationen und nach vielen Unfällen dringend gebraucht.

Augen auf beim Fidget-Spinner-Kauf!

Verbraucherschutzsenatorin Prof. Dr. Quante-Brandt rät Verbraucherinnen und Verbrauchern, beim Kauf auf das CE-Kennzeichen zu achten
Fidget Spinner, auch Finger Spinner oder Hand Spinner genannt, sind bunte, kleine Handkreisel und zählen zum aktuellen Kult-Spielzeug dieses Jahres. Beworben werden die Kreisel im Einzel- und im Online-Handel als Spielzeuge für Groß und Klein. Die Handkreisel sind klein, günstig und in vielen Farben und Formen erhältlich. Aufgrund aktueller Produktwarnungen der EU warnt die Produktaufsicht Bremens vor dem Kauf minderwertig hergestellter Fabrikate.

Damit der Spaß im Spiel mit Fidget-Spinnern nicht mit einem Unfall endet, rät Verbraucherschutzsenatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt dazu, beim Kauf auf ein qualitativ hochwertiges Produkt und mindestens auf das „CE“-Zeichen zu achten. Mit der CE-Kennzeichnung erklärt der Hersteller oder Importeur, dass das Produkt europäischen Normen Schutz von Gesundheit und Sicherheit entspricht. Das CE-Kennzeichen ist entweder auf dem Kreisel selbst oder auf der Verpackung angebracht. „Verbraucherinnen und Verbraucher sollten zudem darauf zudem darauf achten, dass das Produkt keine ablösbaren Teile wie LED-Leuchten oder ähnliches enthält. Diese können gerade für Kleinkinder gefährlich werden, weil sie leicht verschluckt werden könnten,“ so die Senatorin weiter. Fidget-Spinner gelten als Spielzeuge. Aufgrund ihres bunten und spielerischen Äußeren sich nicht unmittelbar, dass die Produkte erst für Kinder ab drei Jahren zugelassen sind.

In Deutschland wurden bereits 35 Tausend nicht verkehrssichere Hand-Spinner aus dem asiatischen Raum beschlagnahmt. Und auch in Luxemburg hat die zuständige Überwachungseinrichtung ILNAS bereits vor den Gefahren gewarnt, die von billig produzierter Importware ausgehen kann.

RADELN FÜR FRÜHERKENNUNG

Auch in diesem Jahr fand die Pink Ribbon Deutschland Radtour statt- das Radteam legte diesmal in neun Tagen die Strecke von München nach Hamburg zurück. Zwischenstationen waren Aindling, Ansbach, Würzburg, Fulda, Melsungen, Höxter, Hannover und Bremen. Rund 1000 Kilometer hat das Team in 8 Tagen geschafft. Es geht darum, ein Bewusstsein für Brustkrebs zu schaffen.

Bremens Gesundheitssenatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt verabschiedete am 4, Oktober die Sportler beim Best Western Hotel in der Vahr. Das Radteam radelte Richtung Hamburg weiter.

„So wird man gern auf die letzte Etappe geschickt. Wir sind begeistert!“ freut sich Teamleiter Sven Frommhold. „Unser Team ist nach wie vor topfit und motiviert – auch auf der letzten Etappe der diesjährigen Pink Ribbon Radtour. Wir freuen uns, insgesamt neun Tage lang im Zeichen der pinkfarbenen Schleife, dem Symbol für mehr Brustkrebsfrüherkennung, unterwegs gewesen zu sein, um für ganz viel Aufmerksamkeit in dieser wichtigen Sache zu sorgen!“ Senatorin Quante-Brandt war sehr angetan von der Aktion. Aufmerksamkeit sei wichtig, damit mehr Frauen zur Vorsorgeuntersuchung gehen. „Prävention und Früherkennung sind wesentliche Beiträge, um eine Krebserkrankung zu erkennen, wenn sie noch heilbar ist.“ Die Senatorin wies vor dem Start der Radfahrer in Bremen auch auf den Zusammenhang zwischen Gesundheit, Bewegung und Krebs hin. „Wer sportlich aktiv ist, stärkt Körper und Geist – und gerät nicht so schnell in die Isolation.“

Senatorin trifft chilenischen Botschafter

Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt hat Chiles Botschafter in Deutschland, Patricio Pradel Elgueta, in Bremen getroffen. Anlass war die Abschlussveranstaltung des Deutsch-Chilenischen Kolloquiums „Ozean und Klimawandel: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“. Der Klimawandel ist eine weltweite Herausforderung. Die Forschungsbedingungen sind gut. Denn mit seinen 6.400 Küstenkilometern entlang des Pazifiks, von den Subtropen bis zur Antarktis und der Osterinsel, stellt es ein wichtiges natürliches Labor für die internationale Meeresforschung dar. Die Senatorin hob vor allem die engen und vielfältigen bilateralen und kulturellen Beziehungen hervor. Im Fokus stehen die sprachliche und die akademische Kooperation zwischen Universitäten und Forschungseinrichtungen, die über ein enges Netzwerk an Kontakten und vertraglichen Vereinbarungen miteinander verbunden sind. So kooperieren zum Beispiel die Universität Bremen, die Hochschule Bremen und die Hochschule für Künste mit vielen chilenischen Universitäten und Hochschulen im Bereich der Geowissenschaften, in romanischen Sprachen, Literaturen sowie in der Pädagogik und Lehrerausbildung. Senatorin Quante-Brandt: „Wir freuen uns sehr, wenn weitere Anstrengungen zur Intensivierung der Zusammenarbeit Interesse und Ihre Unterstützung erfahren, denn wir können sagen, dass unsere Länder gut miteinander verbunden sind. Zwischen Chile und Bremen existieren gelebte und fruchtbare Beziehungen.“

NEUES GRADUIERTENKOLLEG DER UNIVERSITÄT BREMEN: DIGITALE MEDIEN ZUM WOHLE DES MENSCHEN

Neues Graduiertenkolleg „Empowering Digital Media“ startet

Digitale Medien umgeben uns in Form von Smartphones, Smartwatches und vielen anderen Geräten. In Zukunft werden zusätzlich Autos und Roboter im Haushalt mit diesen Geräten vernetzt sein und Daten für und über uns sammeln, um uns in allen möglichen Lebenssituationen zu helfen. Doch wie können diese digitalen Helfer uns Menschen bestmöglich unterstützen und zu unserem langfristigen Wohl beitragen? Dieser Frage widmet sich das neue Graduiertenkolleg „Empowering Digital Media“ am Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen. Das Programm unter der Leitung des Informatikprofessors Rainer Malaka wird von der Klaus Tschira Stiftung bis 2022 mit rund 1,4 Millionen Euro gefördert. Offizieller Start war am Mittwoch, 18. Oktober 2017. Staatsrat Gerd-Rüdiger Kück gratulierte Prof. Malaka und dem Team des Graduiertenkollegs und dankte der der Tschira-Stiftung für die Förderung. „Ich bin gespannt auf die Ergebnisse und hoffe natürlich sehr, dass sie einen Beitrag dazu leisten können, Menschen in ihrem Leben nachhaltig zu unterstützen und eine positive Wirkung auf die Gesellschaft zu entfalten.“

ANTRAG FÜR „DAS GRÖßTE, WAS MAN SICH VORSTELLEN KANN“

Der Präsident des Europäischen Forschungsrates, Jean-Pierre Bourguignon, diskutiert an der Universität Bremen mit ERC Grantees „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schicken uns ihre besten Ideen. Das Förderprogramm ist einfach und unbürokratisch. Wir werden noch weitere Fortschritte in dieser Richtung machen.“ Das sagte Jean-Pierre Bourguignon, Präsident des Europäischen Forschungsrates (ERC), heute an der Universität Bremen. Auf Einladung von Bremens Wissenschaftssenatorin Professorin Eva Quante-Brandt war der hohe Gast auf den Campus gekommen, um für europäische Wissenschaftsförderung zu werben. Sie wird von der Europäischen Union wesentlich durch ERC Grants gestärkt.

Fördervolumen in Bremen am höchsten

Gastgeber Professor Bernd Scholz-Reiter, Rektor der Universität Bremen, sagte: „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität haben gemeinsam mit Kooperationsprofessuren in den vergangenen zehn Jahren 17 ERC-Grants eingeworben. Das sind 34 Millionen Euro“. Er unterstrich, dass „exzellente Forschung in Europa“ durch die Grants möglich werde. „23 Grants sind es insgesamt im Land Bremen“, ergänzte Senatorin Eva Quante-Brandt. Dr. Torsten Fischer, Geschäftsführer der Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen (KoWi), hatte das Fördervolumen in Norddeutschland verglichen und stellte fest: „In
Bremen ist es am höchsten, höher als in Münster oder Kiel.“

Verantwortung der Forschung stärken

In ihren Grußworten hob die Senatorin die Rolle der Wissenschaft für die Stärkung Europas hervor. „Wichtiger denn je ist der Austausch innerhalb Europas. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben dabei eine gestaltende Rolle. Sie sind immer in der Lage, über das gemeinsame Dritte zu sprechen“, sagte sie. Viele Fragen seien nur noch global zu lösen, da sei es wichtig, Spitzenforschung in ihrer Verantwortung zu stärken.

1,8 Milliarden Euro im Jahr 2017

In einer Podiumsdiskussion mit Professor Bourguignon und ERC Grantees ging es darum, einen Ausblick auf das kommende Forschungsrahmenprogramm zu geben. Potentielle Antragstellerinnen und Antragsteller sollten ermuntert werden, ihre Ideen beim Forschungsrat einzureichen. Allein 2017 seien 1,8 Milliarden Euro Fördergelder in die Länder Europas geflossen, rechnete Jean-Pierre Bourguignon, der Professor für Mathematik ist, vor. „Wir haben gute Argumente für eine Steigerung des Budgets.“ Auch der Synergy Grant für interdisziplinäre Forschung soll wieder aufgelegt werden. Es gab ihn bereits 2012 und 2013. Neu werde eine dreistufige Evaluation sein. 250 Millionen Euro seien 2018 für den Synergy Grant im Budget.

Persönliche Erfahrungen der ERC Grantees

Die Grantees sprachen dann über ihre ganz persönlichen Erfahrungen bei der Bewerbung. Geschichtsprofessorin Rebekka von Mallinckrodt (Consolidator Grant 2014) hatte keine Angst vor einer möglichen Ablehnung. „Die Arbeit, die man in den Antrag steckt, ist Arbeit am Projekt“, sagte sie. Professor Kai-Uwe Hinrichs vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, der gleich zwei Advanced Grants eingeworben hat, sagte: „Das Größte, was man sich vorstellen kann und was man in seinem Labor machen kann – das muss man einreichen.“
Antje Boetius ist neue Leiterin des Alfred-Wegener-Instituts

Prof. Antje Boetius hat die Leitung des Alfred-Wegener-Instituts Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) übernommen. Damit endete die Amtszeit von Prof. Karin Lochte, die das Institut zehn Jahre geleitet hat. Über 200 Gäste aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik nahmen an der feierlichen Amtsübergabe am 3. November in Bremerhaven teil. Bremens Wissenschaftssenatorin Prof. Eva Quante-Brandt sagte: „Ich danke Karin Lochte sehr dafür, dass sie als national und international vernetzte, hochrenommierte Meeresforscherin mit ihrer exzellenten Arbeit das AWI zum Strahlen gebracht hat. Mit Antje Boetius wird erneut eine Wissenschaftlerin das Steuer am Alfred-Wegener-Institut übernehmen. Es freut mich besonders, dass wir solche wichtigen Rollenvorbilder für Mädchen und Frauen haben. Als Professorin der Universität Bremen steht Frau Boetius für die exzellente Ausbildung zukünftiger Generationen von Meeresforschenden.“ Als Zentrum der Helmholtz-Gemeinschaft wird das Alfred-Wegener-Institut zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Die geschäftsführende Bundesforschungsministerin Prof. Johanna Wanka zum Amtsantritt: „Ich freue mich sehr, dass wir mit Prof. Antje Boetius eine Persönlichkeit als Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts gewinnen konnten, die bei ihrer zielgerichteten strategischen Arbeit die Begeisterung für die Meeresforschung immer mit transportiert.“

30. Bremer Universitäts-Gespräche

Die 30. Bremer Universitätsgespräche fanden diesmal zum Thema „Lehrerbildung:

regional – national – global“ statt. Angesichts weitreichender gesellschaftlicher und sozialer Veränderungen sind Fragen zur Bedeutung der Lehrkräfte verstärkt in den Mittelpunkt gerückt: Wer bildet Kinder und Jugendliche an Schulen in der gesamten für die Entwicklung kritischen Phase ihrer Kindheit und Jugend aus und prägt sie damit nachhaltig? Wer stellt auf welcher Grundlage welche Erwartungen an Schule, Lehrkräfte, Lehrerbildung und das Bildungswesen? Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt betonte, dass Lehrerinnen und Lehrer heutzutage nicht mehr nur Personen seien, die Schülerinnen und Schüler unterrichteten: „An Lehrerinnen und Lehrer werden von allen Seiten Erwartungen gestellt, das können die hohen Erwartungen der Eltern sein, auch die der Schulleitung, den Lehrplan umzusetzen. Hinzu kommen die Erwartungen der Schülerinnen und Schüler“ so Quante-Brandt. Sie machte deutlich, dass Pädagoginnen und Pädagogen dafür große Anerkennung verdienen. „Das Ziel ist und bleibt die harmonische Bildung von Kopf, Herz und Hand“ so die Senatorin.

„Bremen goes digital – zwischen Vision und Wirklichkeit“

Um die Möglichkeiten der Digitalisierung ging es auf einer Fachveranstaltung der Techniker Krankenkasse in der Bremischen Bürgerschaft. Die Digitalisierung erleichtert den Zugang zu Informationen und erweitert die Möglichkeiten, sich mit Krankenkassen, Ärztinnen und Ärzten, Versicherungen und Krankenhäusern über Erkrankungen und Therapien auszutauschen. Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt sagte: „Die Digitalisierung ist heute Bestandteil unseres Alltagslebens und bietet viele Chancen für den Gesundheitsbereich.“ Sie betonte aber zugleich, dass dabei auch der Datenschutz gesichert sein müsse. „Patientinnen und Patienten müssen die Gewissheit haben, dass die Hoheit über die eigenen Daten bei ihnen selbst liegt. Dazu müssen sie in die Lage versetzt werden, selbst zu entscheiden, an wen die Daten zum Beispiel auf der elektronischen Gesundheitskarte weitergegen werden dürfen. Verbraucherinnen und Verbraucher benötigen daher – neben den erforderlichen rechtlichen Rahmenbedingungen – zielgruppengerechte Informationen und Aufklärung, um über ihre Rechte und Pflichten in der digitalen Welt informiert zu werden.“

PFLEGEBERUFEREFORMGESETZ

Das Pflegeberufereformgesetz ist im Juli 2017 in Kraft getreten, die neue Pflegeausbildung wird am 1.1.2020 beginnen. Damit wird eine lange vorbereitete Reform der Pflegeberufe umgesetzt. Die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz sowie die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport haben dazu eine Informationsveranstaltung durchgeführt. Angesprochen waren zum Beispiel Bremer Träger der Pflegeeinrichtungen, Pflegeschulen, Verbände, Krankenhäuser und Kranken- und Pflegekassen. Die Veranstaltung war mit rund 100 Teilnehmenden gut besucht.

Branchendialog „Verbraucherfreundliche App-Entwicklung“: Check-Liste für Unternehmen

„Apps“ für Smartphones sollen verbraucherfreundlicher werden. Darauf haben sich heute (Mittwoch, 15.11.2017) die Mitglieder des „Branchendialogs“ verständigt, die sich auf Einladung von Verbraucherschutzsenatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt im Rathaus getroffen haben. Mit dabei sind zum Beispiel Mitgliedsunternehmen des Branchenverbands bremen digitalmedia e.V., die Verbraucherzentrale Bremen e.V. sowie das ServiceBureau Jugendinformation. Sie alle wollen sich für mehr Verbraucherfreundlichkeit und Transparenz bei der Beauftragung und Entwicklung von Apps einsetzen.

Denn mobile Anwendungen zur Nutzung auf Smartphones sind allgegenwärtig. Für fast jedes Problem gibt es mittlerweile eine passende App-Lösung. Und viele Apps können dazu beitragen, sparsame Kaufentscheidungen zu treffen.

Senatorin Quante-Brandt betonte: „Aus verbraucherpolitischer Sicht ist mir wichtig, dass Verbraucherinnen und Verbraucher vor der Erstnutzung einer App einen einfachen und transparenten Zugang zu allen relevanten Informationen rund um den Kauf und die Nutzung der Applikation haben sollten. Natürlich müssen sie dafür auch wissen, dass und wo diese Informationen für sie bereitstehen.“
Daher ist es wichtig, dass Informationen nicht nur transparent dargestellt werden, sondern Verbraucherinnen und Verbrauchern dafür sensibilisiert werden, diesen Themen mehr Aufmerksamkeit zu widmen. „Und ich bin davon überzeugt, dass es auch für Unternehmen einen Mehrwert haben kann, wenn Verbraucherinnen und Verbraucher wissen, dass die Verbraucherfreundlichkeit ihrer Produkte ein wichtiges Anliegen ist.“

„Ein gemeinsamer Standard kann Auftraggebern und Entwicklern von Apps als Orientierungshilfe dienen“ so Björn Portillo, 1. Vorsitzender des Branchenverbands bremen digitalmedia e.V. „Der Standard sollte vor allem das Ziel verfolgen, Apps für Nutzer anwendungsfreundlich und sicher zu gestalten. Dieser offen kommunizierte und vor allem gelebte Standard kann das Vertrauen in die zahlreich vorhandenen App-Angebote erhöhen und so am Ende deren Verbreitung und Erfolg steigern.“

Verbraucherfreundliche Apps zeichnen sich dadurch aus, dass die im Zuge des Kaufs und der Nutzung einer App relevanten Informationen verständlich und leicht auffindbar sind. Das sind zum Beispiel Informationen über Funktionsumfänge, Kompatibilitäten, Portabilität sowie über Preise sowie die Erhebung und Weiterverarbeitung von Daten. Diese Informationen müssen vor dem Kauf oder vor der Installation der App zur Verfügung stehen.

Mit einer Checkliste (pdf, 340.6 KB) „Verbraucherfreundliche App-Entwicklung“ erhalten Auftraggeberinnen und Auftraggeber sowie App-Entwicklungsunternehmen eine Orientierungshilfe, welche Informationen relevant sein können. Die Checkliste basiert auf Kriterien eines Leitfadens des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz und soll an die sich künftig verändernde Rechtslage (Datenschutzgrundverordnung) angepasst werden.

Aufteilung öffentlicher Investitionsmittel für die Krankenhäuser beschlossen

Die Deputation für Gesundheit und Verbraucherschutz hat heute (29.8.2017) die Aufteilung der Gelder aus dem Krankenhausinvestitionsprogramm für 2017 beschlossen. Danach bekommen die Krankenhäuser im Land Bremen noch dieses Jahr insgesamt rund 38,6 Millionen Euro zur Finanzierung dringend benötigter Investitionen ausgezahlt.

Die Fördermittel gewährleisten die wirtschaftliche Sicherung der Krankenhäuser und eine bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit leistungsfähigen, eigenverantwortlich arbeitenden Krankenhäusern. „Mit diesen Millionen können notwendige Investitionen begonnen werden. Die medizinische Versorgung der Bremerinnen und Bremer wird dadurch weiter gestärkt“, so Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt.
Die Krankenhäuser im Land Bremern erhalten demnach Beträge zwischen 423.000 Euro und rund 8 Millionen Euro je nach Größe des Krankenhauses ausgezahlt. Unter den geförderten Einzelmaßnahmen befinden sich unter anderem der Umbau von Haus 3 der Psychiatriestation im Klinikum Bremen-Ost, die Trennung von Feuerlöschleitungen vom Trinkwasserleitungsnetz am Klinikum Bremen-Nord, der Umbau der Zentralen Notaufnahme für die Aufstellung eines Computertomografen im Klinikum Links der Weser sowie die Weiterentwicklung der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide. In die Bremerhavener Krankenhäuser fließen insgesamt rund 7,6 Millionen Euro.

Die Krankenhausinvestitionsfördermittel waren bereits für die Jahre 2014, 2015 und 2016 gegenüber den Vorjahren wesentlich erhöht worden. Für das Jahr 2017 stehen in dem von der Bremischen Bürgerschaft beschlossenen Doppelhaushalt 2016/2017 einschließlich der Sonderförderungen des Strukturfonds in Höhe von 5 Millionen Euro mit 43,6 Millionen Euro ein gegenüber den Vorjahren nochmals wesentlich erhöhter Betrag für Krankenhausinvestitionen zu Verfügung. Das Bundesland Bremen nimmt im Vergleich der Bundesländer (Krankenhausinvestitionen pro Bett, pro Fall und pro Einwohner) jeweils einen der vordersten Ränge ein.

15 Jahre Behandlungszentrum „Buntes Tor“

Der Buntes-Tor-Chor begrüßte die rund 100 Gäste, die anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Behandlungszentrums Buntes Tor gekommen waren. „Weil wir gerne singen und weil wir um die heilende Wirkung von Musik wissen“ hieß der Chor die Gäste willkommen. Das Zentrum „Buntes Tor“ eröffnete vor 15 Jahren seine Türen als erste sozialpsychiatrische Beratungsstelle mit Institutsambulanz und Tagesklinik. Heute ist sie eine von fünf Beratungsstellen, die es in Bremen gibt. Damals betrat das Zentrum mit inhaltlicher und personeller Verknüpfung von ambulanter und tagesklinischer Arbeit Neuland. Das Land Bremen hatte in der Zeit des Jahrtausendwechsels den Weg eingeschlagen, die psychiatrischen Versorgung weiterzuentwickeln und sie mehr und mehr zu regionalisieren.

Bis dahin war die gesamte Akutbehandlung weitgehend in Bremen Ost zentriert, lediglich die Sozialpsychiatrischen Dienste waren in den 5 Bremer Versorgungsbezirken Süd, Mitte, Ost, West und Nord vertreten. Daneben gab es eine Tagesklinik im Bremer Westen und eine im Osten. Das Behandlungszentrum Süd wurde dann als erstes integriertes Behandlungszentrum 2001/2002 etabliert. Der Sozialpsychiatrische Dienst, die Tagesklinik mit einem Akutbereich, in dem auch Menschen in akuten Krisen an 7 Tagen in der Woche versorgen konnte und die psychiatrische Institutsambulanz (PIA) wurden zu einem Behandlungszentrum integriert.
Seitdem können im Zentrum „Buntes Tor“ auch Patientinnen und Patienten behandelt werden, die wegen der akuten Krankheitssymptomatik sonst vollstationär behandelt wurden. Dem Zentrum kam somit die Vorreiterrolle zu – wie wir heute wissen – mit großem Erfolg!

Neben Jens Reimer, Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Psychosoziale Medizin, Olaf Kuhnigk, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Zentrum für psychosoziale Medizin und Jörg Utschakowski, Psychiatriereferent der Gesundheitsbehörde gehörte Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt zu den Ehrengästen.

Die Senatorin gratulierte dem Zentrum „Buntes Tor“, allen Beteiligten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr herzlich zu diesem tollen Jubiläum. Sie betonte, dass Bremen ambulante und wohnortnahe psychiatrische Versorgung wichtig sei, die gleichzeitig eine Reduzierung stationärer Angebote nach sich zieht. „Unser Ziel ist, dass psychisch erkrankte Menschen in ihrem Umfeld bleiben und möglichst wenige stationär behandelt werden müssen. Wichtig hierfür sind konstante Bezugspersonen die Halt geben um in einer Lebenskrise wieder selbstbestimmt handeln zu können“ so Quante-Brandt.

Mit engmaschigen Netzwerken, in denen Ärztinnen und Ärzte, Kliniken, ambulanten psychiatrische Dienstleister, Tagesstätten und Vereine gemeinsam eine Infrastruktur ermöglichen, soll den betroffenen Menschen Hilfe angeboten werden, möglichst selbstbestimmt zu leben. In diesem Zusammenhang lobte die Senatorin, dass Regionalkonferenzen im Bremer Süden wieder belebt wurden und sich in diesem Rahmen für eine intensive Kooperation der Leistungserbringer einsetzen. Besonders soll für schwer psychisch kranke Menschen, mit komplexen Hilfebedarfen ein angemessenes Angebote in der Region geschaffen werden.

Entscheidend ist die Entscheidung

Das Thema Organspende stand im Mittelpunkt eines Aktionstages, den die Landesbeauftragten für Organspende, Sonja Schäfer, gemeinsam mit der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BzgA) im Bremer Lagerhaus veranstaltete. Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt sagte zur Eröffnung: „Beim Thema Organspende geht es darum, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen, sich zu informieren und zu diskutieren.“

„Entscheidend ist die Entscheidung“ – so lautete das Motto dieses Aktionstages.

Zusammen mit Auszubildenden in Gesundheitsfachberufen und unterstützt von Expertinnen und Experten sowie Menschen, die ein Organ gespendet bekommen haben, informierte Sonja Schäfer über das Thema. Regelmäßig wird über Krankenkassen und auch durch die BzgA zum Thema informiert, um die Bevölkerung anzuhalten, sich stärker mit dem Thema zu befassen. Wichtig ist auch, sich mit Freunden und Verwandten oder auch im beruflichen Umfeld damit zu befassen. „Pro und contra Argumente auszutauschen und sich letztlich informiert zu entscheiden ist wichtig. Je mehr man weiß, desto mehr kann man eine überlegte Entscheidung treffen“ sagte Senatorin Quante-Brandt.

Festveranstaltung der Leibniz-Gemeinschaft

Am Dienstag tagte der Senat der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin. Bei der anschließenden 23. Festveranstaltung stand das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Gesellschaft im Mittelpunkt. Senatorin Eva Quante-Brandt, als Vorsitzende der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) bezeichnete in ihrem Grußwort das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Gesellschaft als Dreh- und Angelpunkt unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Dieses Verhältnis sei ein zentraler Aspekt des Megathemas Wissensgesellschaft.

„Wissenschaft liefert Wissen, Informationen. Doch wie dieses Wissen realisiert wird, dafür bedarf es des gesellschaftlichen Diskurses. Die Menschenrechte, die rechtsstaatliche Grundordnung dieses Landes stellen für Politik und Gesellschaft Orientierungswissen bereit, um zu bewerten, was wir wollen und was nicht. Für diesen Diskurs wiederum bedarf es informierter und partizipierender Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. Und eines gewissen Vertrauens in die gewählten Institutionen und ihrer – zur Rechenschaft verpflichteten – Repräsentantinnen und Repräsentanten.“

NORDDEUTSCHE WISSENSCHAFTSMINISTERINNEN STÄRKEN MEERESFORSCHUNG

NWMK Konferenz in Hamburg

Bei ihrer heutigen Sitzung in Hamburg (Donnerstag, 30.11.2017) haben die norddeutschen Wissenschaftsministerinnen über die Initiative der „Deutschen Allianz Meeresforschung“ beraten. Durch die große Expertise der norddeutschen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen nimmt Deutschland eine Spitzenstellung in der internationalen Meeresforschung ein. Um die Exzellenz der deutschen Meeresforschung zu steigern und sie international sichtbar zu machen, soll eine Bündelung der vorhandenen Expertise in einer Allianz für Meeresforschung erfolgen. Ziel ist es, ein Bekenntnis des Bundes zur Meeresforschung sowie zusätzliche Förderung durch den Bund zu erreichen.

Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien Hansestadt Bremen, sagte: „Mit der Deutschen Allianz für Meeresforschung wollen wir die Kooperation und Koordination in den deutschen Meereswissenschaften noch ausweiten. Wir wollen die Standorte der Ozean-, Küsten- und Polarforschung in Norddeutschland stärker vernetzen, um verbindliche Strategien für Forschung und Infrastrukturen zu entwickeln. Schon jetzt sind die norddeutschen Länder auf dem Gebiet der Meeresforschung herausragend. In den fünf Bundesländern konzentriert sich nahezu die gesamte deutsche Meeresforschung.“

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Das Meer prägt uns Norddeutsche wie keine andere Naturgewalt. Wir wollen es ergründen und bewahren. Deshalb liegt uns die Meeresforschung besonders am Herzen. Unser gemeinsames Ziel ist es, die internationale Spitzenstellung auszubauen und hier noch besser zu werden.“

Birgit Hesse, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Mecklenburg-Vorpommern: „Mecklenburg-Vorpommern ist das Land mit der längsten deutschen Ostseeküste. Die Ostsee spielt bei uns eine große Rolle. Das Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde und unsere Hochschulen sind wichtige Einrichtungen, die den Wandel dieses großen Ökosystems und seine Auswirkungen auf die Umwelt seit vielen Jahren untersuchen. Wir wollen künftig noch deutlicher herausstellen, wie bedeutend die Erkenntnisse sind, die die Forscherinnen und Forscher gewinnen.“

Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein: „Die Deutsche Allianz Meeresforschung ist ein länderübergreifendes Zukunftsprojekt für die gesamte deutsche Meeresforschung. Deshalb ist es ein wichtiges Signal, dass auch nach den Regierungswechseln alle Nord-Länder bei der Norddeutschen Wissenschaftsministerkonferenz in Hamburg bekräftigt haben, dass sie die Allianz entschlossen weiterverfolgen. Unsere Kapazitäten zu bündeln ohne Selbstständigkeit preiszugeben – das ist der richtige Kurs.“

Die Deutsche Allianz Meeresforschung (DAM) soll die Vernetzung der Küsten-, Polar- und Meeresforschung über die bestehenden Einrichtungen hinaus neu organisieren, eine eigene Governance aufbauen und gesellschaftlich relevante Forschungsthemen aufgreifen. Ziel der Allianz soll weiterhin sein, in einem international herausragenden Verbund von Expertisen und Institutionen und mit neuen Technologien und Informations-Systemen wissenschaftsbasierte Handlungsoptionen für den nachhaltigen Umgang mit den Meeren und dem Ozean zu erarbeiten sowie deren Umsetzung kompetent zu begleiten. Der Schwerpunkt der nationalen Meeresforschung liegt in Norddeutschland, in diesem Bereich arbeiten ca. 4.000 Menschen an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Neugestaltung des Norddeutschen Wissenschaftspreises

Weiterhin haben die Ministerinnen beschlossen, den Norddeutschen Wissenschaftspreis aufzuwerten. Der Preis soll künftig alle zwei Jahre ausgelobt werden. Das Preisgeld wird auf 250.000 Euro angehoben, welches auf bis zu drei Preisträgerinnen oder Preisträger verteilt wird. Neu ist neben dem zweijährigen Rhythmus und dem höheren Preisgeld seine thematische Offenheit.
Katharina Fegebank: „Wir haben großartige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Norddeutschland mit innovativen, exzellenten Forschungsthemen. Ihnen gebührt mehr Wertschätzung und Aufmerksamkeit. Und genau das möchten wir mit der Neugestaltung des Preises erreichen.“

Der Norddeutsche Wissenschaftspreis wird seit 2012 verliehen. Er wird seither jährlich für laufende oder abgeschlossene norddeutsche Kooperationen, an denen mindestens zwei norddeutsche Länder beteiligt sind, vergeben. Er war von 2012 bis 2015 mit 50.000 Euro dotiert. 2015 wurde das Preisgeld auf 100.000 Euro angehoben. Nach einer Evaluierung des Preises in diesem Jahr hat die Geschäftsstelle der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen (WKN) der Auswahlkommission ein Strategiepapier mit Empfehlungen zur Verbesserung und besseren Sichtbarkeit des Preises vorgelegt.
Weitere Themen waren die Energieforschung in Norddeutschland und das Thema Digitalisierung in der Wissenschaft. Die Norddeutsche Wissenschaftsministerkonferenz mit den Ländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein findet ein- bis zweimal im Jahr statt.

ERSTE STIPENDIEN AN INTERNATIONALE STUDIERENDE AUS HERE STUDIES-PROGRAMM VERGEBEN

Stiftungsfonds Deutsche Bank vergibt Stipendien an Absolventinnen und Absolventen des HERE Studies Programms / Gesamtfördersumme 18.000 Euro

Lediglich eineinhalb Jahre haben sie für den Erwerb der deutschen Sprache von teilweise Null zum C1-Niveau benötigt: Die Studieninteressierten, die aus ihren Heimatländern nach Bremen flohen und nach wie vor den Wunsch hegen, hier ihr Studium zu beginnen oder fortzusetzen. 51 Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlossen Anfang Herbst die Prüfungen ab und haben nun die Zusagen für einen Studienplatz erhalten. Die fünf besten von ihnen, die ein Studium in Bremen beginnen, wurden kürzlich mit einem Stipendium des Stiftungsfonds Deutsche Bank ausgezeichnet.

Die Fördersumme des Stiftungsfonds Deutsche Bank im Stifterverband für die Stipendien der Studienanfängerinnen und -anfänger beträgt insgesamt 18.000 Euro. Fünf der insgesamt zehn Jahresstipendien wurden jetzt an vier Männer und eine Frau vergeben.

Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen

„Die Förderung engagierter und wissbegieriger junger Menschen ist uns besonders wichtig und gehört zu unserem Verständnis von gesellschaftlicher Verantwortung“, so Ludwig Blomeyer-Bartenstein, von der Deutsche Bank Bremen auf der Absolventenfeier im Haus der Wissenschaft. Die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, Professorin Eva Quante-Brandt betonte, dass Sprache und Integration untrennbar mit einander verbunden seien. Sie zeigte sich sehr beeindruckt von dem Ehrgeiz und der Zielstrebigkeit, mit der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach ihren Fluchterfahrungen und ihrer Ankunft in Bremen die neue Sprache in Angriff genommen haben, um ihren Wunsch nach einer akademische Ausbildung verwirklichen zu können.

MINT-Fächer besonders nachgefragt

Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden MINT-Fächer (Mathematik, Ingenieur-, Natur- und Technikwissenschaften) verstärkt nachgefragt: Systems Engineering, Nachhaltige Energie- und Umwelttechnik und Energietechnik – drei von fünf Absolventinnen und Absolventen wählten ein technisches Studienfach. Dies ist für die Hochschulen und den zukünftigen deutschen Arbeitsmarkt besonders erfreulich, da in diesem Bereich auch in den kommenden Jahren eine hohe Nachfrage an gut ausgebildeten Fachkräften bestehen wird.

Senatorin Quante-Brandt: Wissenschaft im Land Bremen hat hohen Stellenwert

Forschung und Lehre werden in den kommenden beiden Jahren mit jeweils 353 und 352 Millionen Euro finanziert. Das sind rund 15 Millionen Euro mehr als im vergangenen Haushalt. Die Bremische Bürgerschaft hat heute (Mittwoch, 6. Dezember 2017), den Entwurf des Doppelhaushalts 2018/2019 beschlossen. Die Beträge fließen in Wissenschaft und Hochschulen sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. „Wir steigern unsere Ausgaben für Wissenschaft. Das zeigt den hohen Stellenwert der Wissenschaft im Land Bremen“, betonte Wissenschaftssenatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt. „Damit stärken wir den Wissenschaftsstandort und sichern Forschung und Lehre ab.“ Die Bedingungen für exzellente Lehre und Forschung würden fortgeschrieben und ausgebaut.

Und Bremen investiert in die akademische Qualifizierung von geflüchteten Menschen: Es werden Mittel für die sehr erfolgreich angelaufenen Studienformate zur Integration von Geflüchteten im Hochschulbereich bereitgestellt. Das Vorbereitungsstudium für Geflüchtete wird weitergeführt. „Das bundesweit beispielhafte Projekt wird fortgesetzt. Darüber bin ich sehr froh, dass wir den Menschen eine Perspektive geben und eine wissenschaftliche Laufbahn ermöglichen“, sagte Senatorin Quante-Brandt.

So werden das Hochschulbüro HERE, die Intensivsprachkurse sowie die Lehramtsausbildung Deutsch als Zweitsprache mit jährlich 760.000 Euro weiterfinanziert. Ebenso wird der Studiengang Inklusive Pädagogik an der Universität Bremen eingerichtet.

Geld fließt auch in Räume für exzellente Forschung: Auf dem Campus entsteht der Neubau des Gebäudes „Naturwissenschaften Biologie“. Damit entsteht ein Neubau, der molekular- und meeresbiologische Forschung auf hohem Niveau halten und weiterentwickeln wird.

Auch in bezahlbaren Wohnraum für Studierende wird investiert: Das Studentenwerk erhält in den Jahren 2018-2020 insgesamt neun Millionen Euro für den Bau des Studentenwohnheims Emmy-Noether-Straße.
Bremen investiert außerdem in die Zukunft des Deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven. Die Neugestaltung des Deutschen Schifffahrtsmuseums wird im Doppelhaushalt 2018/2019 mit 2,5 und 3,0 Millionen Euro ausgestattet.

Gesundheit und Verbraucherschutz

Nicht nur die Wissenschaft, sondern auch der Gesundheitsbereich wird gestärkt: Jährlich werden rund 80 Millionen Euro investieren. Senatorin Quante-Brandt betonte: „Gesundheitsversorgung und Prävention bilden wichtige Pfeiler unserer Gesundheitspolitik.“

Dazu zählt zum Beispiel der Einstieg in die Schulgeldfreiheit für die Ausbildungen in der Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie. Sie sei ein wichtiger Schritt, um den Fachkräftebedarf in den genannten Ausbildungsberufen zu sichern. Der Senat stellt dafür 2018 und 2019 jeweils 125.000 und 620.000 Euro bereit. Prävention in Schulen: In Schulen werden ab dem kommenden Jahr Gesundheitsfachkräfte eingesetzt. Sie sollen dabei helfen, die Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen zu stärken. Dafür werden 200.000 Euro pro Jahr bereitgestellt.

Frühintervention

Der Senat setzt in der Drogenpolitik auf Prävention und Aufklärung von Kindern und Jugendlichen (FRED) und finanziert die Vorhaben mit jährlich jeweils 83.000 Euro.
Bremen sichert Gesundheitsversorgung für Menschen ohne Papiere: Die humanitäre Sprechstunde wird mit fortgesetzt. Dafür stehen 113.000 pro Jahr bereit.
Sicherheit für Verbraucherinnen und Verbraucher: Die Ämter, die die Einhaltung des Verbraucherschutzes kontrollieren, werden personell gestärkt. So wird das Personal für die Gewerbeaufsicht, das Landesuntersuchungsamt (LUA) und Lebensmittelüberwachungs- Tierschutz- und Veterinärdienst (LMTVet) aufgestockt, um die vielfältigen Aufgaben im Verbraucherschutz abzusichern. (150.000/150.000; 97.500/97.500; 125.000/ 125.000)

Service für Bürgerinnen und Bürger

Direkte Beratungsangebote in den Quartieren: Um den Verbraucherschutz auf kommunaler Ebene zu stärken, wird es künftig ein niedrigschwelliges Angebot für Menschen in ausgewählten Quartieren geben. Bürgerinnen und Bürger können sich rechtlich beraten lassen zu unlauteren Geschäftspraktiken im Zusammenhang mit Telefon, Smartphone, Internet, zu Garantie- und Gewährleistung, Umgang mit Mahnungen, Inkassoschreiben und Schufa sowie zu Girokonto und Kredit. Außerdem finden Informationsveranstaltungen zum Thema Ernährung statt.