Ein Biotop für Bienen und Wespen in Schwachhausen

Pressemitteilung der Beiratsfraktion Schwachhausen

Bienen, insbesondere Wildbienen, aber auch Wespen sind vom Aussterben bedroht. In Städten wie Bremen leiden Sie unter dem Mangel an Nistplätzen und dem Verschwinden von Nahrungsquellen infolge der Bebauung. Um dem entgegenzuwirken ist in Bremen ein Gemeinschaftsprojekt von Imkervereinen, Kleingärtnern, Umwelt Bremen und Naturschutzverbänden geplant. Geeignete Flächen sollen arten- und blütenreicher gestaltet werden, um mehr Futterquellen für Bienen und Wespen vorzuhalten.

Stefan Pastoor, SPD-Mitglied des Beirats Schwachhausen: „Auch in unserem Beiratsgebiet gibt es solche Möglichkeiten. Ich denke da vor allem an einen Teich im Kleingartengebiet ‚Stiller Frieden‘, der sich hervorragend als Biotop eignen würde, gerade weil er ein wenig vernachlässigt wirkt“. Der Teich stellt anscheinend eine noch offen liegende Stelle des vormals existierenden Wasserzugs ‚Gete‘ dar, der zur Weser führte. Noch heute soll man am Wasserstand des Teichs erkennen können, ob in der Weser gerade Ebbe oder Flut herrscht.

Stefan Pastoor: „Dieses Kleingartengebiet wird bereits seit Generationen als umweltgerechte Verkehrsverbindung und als Naherholungsgebiet genutzt. Sollte das Projekt Anklang finden, müssten bei der Ausgestaltung die Bürger der umliegenden Wohngebiete, der Kleingartenverein und auch die benachbarten Schulen einbezogen werden“. Die Fraktionen der SPD und der CDU beantragen deshalb, dass der Beirat Schwachhausen einen nichtständigen Ausschuss mit Vertretern der betroffenen Gruppen einsetzt, der die weitere Entwicklung erarbeiten soll. Stefan Pastoor: „Vorstellbar ist beispielsweise die gemeinsame Unterhaltung von Bienenvölkern. Damit würde das Naherholungsgebiet aufgewertet, die Schülerinnen und Schüler erhielten Impulse für den Biologieunterricht und die Pflanzen der Kleingärtner würden ganz nebenbei besser bestäubt.“

Bremen, 6. Dezember 2012

Stefan Pastoor
SPD Fraktion im Beirat Bremen-Schwachhausen

Fotos Gerd Rohde August 2011





Antragstext

Entwicklung des Tümpels unweit der „An der Gete“ und „Paschenburgstraße“ sowie des Kleingartengebietes.

Der Beirat Schwachhausen möge beschließen:

  • Der Beirat Schwachhausen setzt einen nichtständigen Ausschuss ein, der die Nutzung und die mögliche weitere Entwicklung des Teichs im Kleingartengebiet „Stiller Frieden“ erarbeiten soll. Der Ausschuss soll aus Anwohnerinnen und Anwohnern aus dem naheliegenden Wohngebiet sowie Vertretern der Grundschule An der Gete und des Kleingärtnerverein Im stillen Frieden e.V. bestehen.
  • Der Bereich des Kleingartenvereins „Stiller Frieden“ wird von Schülerinnen und Schülern sowie von vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die im Berufsverkehr auf umweltgerechte Verkehre setzen, zum Durchgangsverkehr genutzt. Gleichzeitig stellt er einen Bereich für die Naherholung der Bürger in diesem Randbereich Schwachhausens dar. Durch eine verantwortungsvolle Gestaltung kann der entsprechende Wert dieses Bereichs erhöht werden.
  • Vorstellbar, neben der Aufwertung des Areals, wäre beispielsweise die gemeinsame Unterhaltung von Bienenvölkern. Einerseits würde der Sachverhalt des Problems Bienensterben (siehe ‚Varroatose‘ sowie ‚Amerikanische Faulbrut‘) Kindern nähergebracht und zum anderen könnten die Pflanzen der Kleingärtner bestäubt werden.

02.12.2012

Für die Fraktion der SPD: Stefan Pastoor

Für die Fraktion der CDU: Ansgar Matuschak

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.