Selbsthilfeverband kritisiert: Ampel-Tack-Tack leitet Blinde in die Irre

Rainer Hamann (SPD): „Signalisierung muss verbessert werden“

Der Blinden- und Sehbehindertenverein beklagt enorme Probleme im Umgang mit den „Auffindesignalen“ an Bremer Ampelanlagen. Bremen habe zwar eine Vorreiterstellung bei der entsprechenden Umrüstung von Ampeln – bei der technischen Umsetzung hapert es aber offenbar bei den Details.

Dies erfuhren jetzt der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Rainer Hamann und der Schwachhauser Stadtteilpolitiker Gerd Rohde im Gespräch mit Vereinsvertreterinnen.

Die Lautsprecher der Ampeln, die das charakteristische „Tacktack“ aussenden, würden akustisch in Richtung Fahrbahn ausstrahlen, erläuterten Anette Paul und Martina Reicksmann vom Blinden- und Sehbehindertenverein. Ein Unding sei dies, „man läuft direkt auf die Straße!“ Richtig sei es, wenn das Signal auf den Gehweg ausstrahlt und so den Weg zur Ampel weist. Das Freigabesignal hingegen müsse einen dann über die Straße lotsen.

„Wir werden klären, welchen Hintergrund dieses Phänomen hat und warum die konkrete Ausstattung der Ampeln nicht besser mit den Betroffenen abgestimmt wurde. Alle Bemühungen in Sachen Barrierefreiheit bringen wenig, wenn sie praktisch nicht funktionieren – oder sogar eine potenzielle Gefahr darstellen“, unterstrich Rainer Haman. Es müsse nun dringend untersucht werden, welche Ampelanlagen betroffen sind.

Foto: Gerd Rohde

Pressemitteilung
22. Mai 2013 Ausgabe „Mitte/Nordost“

SPD-Abgeordnetengemeinschaft
Bremen-Stadt
Milko Haase
Obernstraße 39-42
28195 Bremen

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